Mettā, liebende Güte, Freundliches Wohlwollen

Metta Brochure Cetovimutti Christina Garbe
 
 
 
 
 
 
Zusammengestellt von Christina Garbe
Broschüre, ca. 47 Seiten

 

Was ist Mettā?

Mettā wird übersetzt als liebende Güte, es ist Nächstenliebe allen Wesen gegenüber. Die liebende Güte beinhaltet den Wunsch, daß alle Wesen glücklich und ohne Schwierigkeiten leben können. Es ist Nicht-Böswilligkeit den Wesen gegenüber.

Mettā bedeutet auch Wohltätigkeit, Nächstenliebe, Freundlichkeit, Wohlwollen, Gutmütigkeit, Fürsorge, Rücksichtnahme, nicht-selbstbezogene Liebe. Das Merkmal von mettā ist das Fördern von Wohlbefinden und Glück für alle Wesen, für alle anderen Wesen und für einen selbst. Es ist die Anteilnahme am Glück anderer Wesen. Das Entwickeln der liebenden Güte wird reifer, wenn wir uns damit

beschäftigen, was wahres Glück für die Wesen ist. Es ist der reife Wunsch, daß alle Wesen wahres Glück1 erfahren. Mettā, liebende Güte, folgt dem Entschluß für andere Wesen Gutes zu tun, weil es diesen Entschluß zur Reife bringen läßt und das dazu notwendige Verhalten verfeinert. Das Pāḷiwort mettā ist abgeleitet von dem Wort mida, erweichen, von dem auch das Wort mitta, Freund stammt. Man könnte also auch sagen weiche Freundschaft, welche sich in Milde, Einfühlungsvermögen, einfühlendem Verstehen äußert. Es ist ein natürlicher Zustand der Freundlichkeit und Mitmenschlichkeit.

Seine Funktion ist Gutmütigkeit anderen Wesen gegenüber, der starke Wunsch von Glück und Wohlsein für andere. Mettā hat eine altruistische Haltung und ist das Gegenteil von selbstsüchtiger Liebe oder des Benutzens anderer Wesen zu eigenen, oft ökonomischen Zwecken, das Gegenteil von Funktionalisierung und Entfremdung zwischenmenschlicher Beziehungen. Es ist etwas Wertvolles, Angenehmes, Gutes, was man mit Geld nicht kaufen kann. Je materialistischer eine Gesellschaft ist, je mehr geht Menschlichkeit verloren.

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